Infos zu Ihrer Indienreise

 

Zeitunterschied:

Indien ist uns im Winter 4,5 und im Sommer 3,5 Stunden voraus.


Sprache:

Staatssprache ist Hindi, was fast 30% aller Inder sprechen. Englisch ist weiterhin Amtssprache. Weitere 18 Hauptsprachen mit unterschiedlichen Alphabeten, 200 Sprachen und 3000 Dialekte existieren. 

 

Klima & Reisezeit:

Die ideale Reisezeit in den meisten Regionen Indiens ist zwischen September und Ende März. April und Mai können bereits sehr heiß werden. Ende Mai beginnen die heftigen Regenfälle des Monsuns an der Südwestküste und ziehen in nordöstlicher Richtung weiter. Der Monsun dauert gewöhnlich bis Ende August an. Von Oktober bis Dezember kann es in Tamil Nadu und Kerala wiederum leichte Regenschauer wegen des Nordostmonsuns geben. Im Dezember und Januar kann es im Norden kalt werden, sobald die Sonne untergeht. Ladakh in den Himalayas sollte man nur während der Sommermonate (Mai-September) bereisen.


Visum:

Für die Einreise in Indien benötigen Deutsche Staatsangehörige ein Touristenvisum, das rechtzeitig vor der Reise über das Institut Indo-German Consultancy Visa & Consular Services (IGCS) beantragt werden muss. Zu der genauen Vorgehensweise beraten wir Sie gerne, wenn wir Ihre Reise ausarbeiten. 

 

Währung:

1 Rupie entspricht 100 Paisa. Die indische Währung darf weder ins Land ein- noch ausgeführt werden. Vor Ort können Sie mit Ihrer Kredit- oder EC-Karte Geld abheben oder Euro umtauschen. Wir empfehlen Ihnen, während Ihrer Rundreise ausreichend kleine INR Scheine mitzuführen, da mit größeren Scheinen Wechselprobleme z.B. in kleineren Läden auftreten können.

 

Elektrizität:

220 V Netzstrom (Wechselstrom 50 Hertz). Es gibt verschiedene Steckdosentypen, häufig mit drei Kontakten (wie in England). Wir empfehlen Ihnen, einen Adapter für verschiedene Steckdosenarten mitzunehmen. Große Hotels verfügen in der Regel auch über Steckdosen mit zwei Kontakten, wie sie in Deutschland üblich sind. 


Trinkgelder:

5-10% Trinkgeld sind gängig in Restaurants, es sei denn eine „Service-Charge“ wurde schon offiziell in Rechnung gestellt. In Hotels erwarten Kofferträger oft ein Trinkgeld. Anerkannte Hotels empfehlen jedoch, ein Gesamttrinkgeld für das Servicepersonal an der Rezeption abzugeben, das dann fair geteilt wird. Wenn Ihnen ein Angestellter besonders positiv auffällt, sollten Sie seinen Namen an der Rezeption nennen. Dem Reiseleiter und dem Fahrer überreicht man das Trinkgeld am Ende des Tages bzw. bei begleitendem Reiseleiter am Ende der Reise. 


Handyempfang:

Generell gibt es in Indien fast überall Handyempfang – Ausnahmen können Nationalparks sein. Trotzdem ist es ratsam, sich vorab bei Ihrem Handyanbieter zu informieren, ob Ihre Sim-Karte in Indien funktionieren wird und welche Tarife gelten. 


Persönliche Sicherheit:

Indien gehört zu den eher sicheren Reiseländern. Taschendiebstähle in Städten sind jedoch keine Seltenheit. Um dies zu vermeiden, sollten Sie immer achtsam mit Ihren Taschen umgehen und ggf. eine unauffällige Gürteltasche verwenden.


Bekleidung:

Während der Monsunzeit sollten Sie Regenkleidung mitnehmen. Im Winter kann es nachts im Norden sehr kalt werden, daher empfehlen wir auch warme Kleidung mit einzupacken. Ansonsten ist angenehme Baumwollkleidung ratsam, die Schultern und Knie bedeckt halten. Kurze Hosen bei Herren oder T-Shirts mit Spagettiträgern bei Damen werden nicht gerne gesehen. Da man bei einigen Tempeln die Schuhe ausziehen muss, empfiehlt es sich, leicht an- und ausziehbares Schuhwerk zu tragen. Für den Abend empfehlen wir einen sportlich-eleganten Look.


Alkohol und Rauchen:

In Indien ist das Rauchen in der Öffentlichkeit verboten; bei Verstoß können Sie eine Geldstrafe erhalten. An jedem ersten Freitag im Monat herrscht in Indien „Dry Day“, an dem auch in den Hotels der Alkoholausschank verboten ist.


Kulturelle Unterschiede:

Im Gegensatz zum durchorganisierten Deutschland herrscht in Indien eine andere Mentalität. Sie werden mit tausenden Jahren Geschichte, Traditionen und Bräuchen, sowie mit erheblichen Unterschieden zwischen Alt und Neu und Arm und Reich konfrontiert. Auch wenn diese Eindrücke möglicherweise für Sie unverständlich erscheinen, raten wir Ihnen, diesem offen gegenüber zu treten und die indische Kultur und Gesellschaft zu akzeptieren – denn dann wird Sie dieses vielseitige Land mit seinen gastfreundlichen und herzlichen Menschen umso mehr faszinieren. Z.B. haben Inder ein anderes Gefühl von Distanz und Nähe als wir Deutsche. Es passiert schnell, dass diese Offenheit und Nähe als aufdringliches oder neugieriges Verhalten missverstanden werden. Jedoch sind Gemeinsamkeit und Zugehörigkeit fest in der indischen Kultur verwurzelte Werte, die also nicht falsch verstanden werden sollten.


Impfungen:

Für die Einreise nach Indien aus Deutschland sind keine Schutzimpfungen erforderlich. Das Reisemedizinische Zentrum rät allerdings zu den üblichen Vorsorgeimpfungen  (Tetanus, Diphtherie, Polio), sowie Keuchhusten und Hepatitis A. Für manche Gegenden kann es sinnvoll sein, ein Malaria-Notfall-Medikament mitzuführen. 

Das Auswertige Amt weist auf ein landesweit bestehend geringes Risiko einer Übertragung der Japanischen Enzephalitis (JE) hin. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die durch Viren entsteht, die von nachtaktiven Stechmücken übertragen werden. Menschen werden eher selten infiziert. Wenn doch, verläuft die Erkrankung häufig schwer, hinterlässt bleibende Schäden oder kann sogar tödlich enden. Da es keine wirksamen Medikamente gegen JE gibt, ist ein sorgfältiger Mückenschutz sowie bei längeren Aufenthalten in ländlichen Gebieten eine vorbeugende Schutzimpfung  dringend zu empfehlen.

Des Weiteren besteht für Reisende ein geringes Risiko einer Übertragung der „Vogelgrippe“, obwohl diese Erkrankung in Indien bisher nur bei Tieren aufgetreten ist. Trotzdem sollte man den Kontakt mit Vögeln und Geflügel meiden und auch auf den Besuch eines Geflügelmarkts verzichten. 


Medizinische Versorgung vor Ort:

Die meisten indischen Ärzte sprechen Englisch und viele Hotels stellen einen Arzt. In den Städten gibt es sowohl staatlich betriebene Krankenhäuser, als auch private Kliniken mit Fachärzten. Während die staatlichen Krankenhäuser gewöhnlich kostenlos behandeln, muss man in Privatkliniken häufig unmittelbar bar bezahlen. 

Tipps für eine gesunde Reise:

Bisher ist noch keiner unserer Kunden in Indien krank geworden. Möglicherweise, weil sie folgende einfache Regeln beachtet haben:

  • Wir empfehlen Ihnen, wichtige Medikamente mitzunehmen.
  • Genießen Sie die fremde Küche mit Vorsicht! Lassen Sie Ihren Körper behutsam an die ungewohnten Speisen gewöhnen. 
  • Trinken Sie kein Leitungswasser, sondern nur Flaschenwasser.
  • Putzen Sie sich nicht mit Leitungswasser die Zähne.
  • Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, schälen oder desinfizieren. Es ist ratsam, Milchprodukte (auch Speiseeis), nicht abgefüllte Getränke, ungekochte Nahrungsmittel, Obst- und Salatsorten, die sich nicht schälen lassen - oder eventuell mit unaufbereitetem Wasser gewaschen wurden, zu meiden.
  • Halten Sie Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. 
  • Waschen Sie sich häufig mit Seife die Hände, benutzen Sie Handdesinfektionsmittel und verwenden Sie Einmalhandtücher.
  • Wenn es Sie trotz aller Vorsicht einmal erwischt: In die Reiseapotheke gehören ein Mittel gegen Durchfall und eins das den Salzverlust des Körpers ausgleicht.
  • Der Unterschied zwischen tropischer Hitze draußen und kalten Klimaanlagen drinnen kann schnell zu Erkältungen führen. Daher ist es ratsam, immer einen leichten Baumwollschal dabei zu haben.
  • Vergessen Sie nicht Ihren Sonnenschutz (Cremes, Sonnenhut und Sonnenbrille).
  • Packen Sie Mückenschutz (am besten „No Bite“) ein und machen Sie lieber von der Klimaanlage in Ihrem Hotelzimmer Gebrauch, anstatt die Fenster zu öffnen.